Die übliche Praxis

In den meisten Fällen werden Palmen „rasch“ mit entsprechendem Druck “großzügig“ und mit viel Flüssigkeit (bis zu 25 Liter) aus sicherem Abstand mit Insektiziden besprüht bzw. vernebelt (Fumigation), um berechtigterweise auch die Gesundheit des Mitarbeiters zu schützen. Hierbei ist nicht auszuschließen, daß durch eine solche Vorgehensweise im Umkreis von ca. 100-200 Metern ebenfalls zusätzlich viele weitere im Umkreis befindlichen Spezies (Insekten, brütende Vögel etc.) stark in Mitleidenschaft geraten bzw. abgetötet werden. Dies trifft im Besonderen für Inseln wie Mallorca zu, wo immer eine Brise und stärkere Wind vorherrschen. Hinzu kommt, daß durch das Vernebeln die Wirkung nur äußerlich zum tragen kommt. Da die Rüsselkäfer wie auch die Pay­sandisia-Falter jedoch bei der Eiablage den geschützten und sehr zarten Innenteil der jungen Schößlinge bzw. der Triebe wählen, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß die Wirkung des Insektizids somit nicht an diese Eiablagestellen gelangt. Zusätzlich er­schwert die sehr dichte Anordnung der Jungen Blätter in noch geschlossener Form das Eindringen des Sprüh­nebels.

 

Infusions-Therapie (invasive Tiefenfiltration)

 

Sanapalm® wendet daher eine völlig andere Vorge­hensweise bei der Ausbringung des Spritzmittels an. Entscheidend hierbei ist, vor allem um Mensch und Umgebung bestmöglich zu schützen, Insektizide möglichst behutsam in die Mitte der befallenen bzw. gefährdeten Triebe gelangen zu lassen. Dies erreichen wir mit dem eigens entwickelten Prinzips der invasiven Tiefenfiltration. Die Flüssigkeit (lediglich 5 Liter bei einer großen Palme) rinnt dabei gleichmäßig und langsam dosiert an den Schößlingen des sog. Triebbündels hinunter und benetzt die Oberflächen der einzelnen noch geschlossenen Blätter gleichmäßig. Die Pflanze hilft sozusagen mit, und sorgt für eine geordnete Fließrichtung durch die natur­gegebene Anordnung der Blattarchitektur.

 

Der zwischen den Palmblättern befindliche sog. Pulp (Palmfaser-Geflecht oder Matte), der eine hervorragende Saugwirkung hat und als eine Art Dämpfer und Stütze bei Starkwind bzw. als Gleitfläche in der Wachstumsphase betrachtet werden kann dient auch als Speicher für ausgebrachtes Spritzmittel. Das gleiche gilt für die Behandlung der Zierstümpfe (Ananas) ausgewachsener Blätter und deren Zwischen­räume an gesäuberten Palmen. Bei vorsichtiger und gut dosierter Anwendung verteilt sich die Flüssigkeit von selbst in den Zwischenräumen.

 

Neben der konventionellen breitflächigen Fumigation werden, unter den auf dem Markt angebotenen Behandlungsarten, auch sog. „Injektoren“ angeboten. Es werden dabei alle 2 bis 2,50 Meter mehrere Fingerdicke ca. 35-50 cm tiefe Löcher um den Stamm in die Palme gebohrt und anschließend die Injektor-Hülsen eingeführt, die ein Insektizid abgeben das durch das Palmherz den inneren Befall mit Larven aber auch nach oben die Blätter und Schößlinge erreichen soll. Eine Erfolgsbewertung dieser Behandlungsart ist jedoch objektiv aus unserer Sicht noch nicht möglich. Es gibt noch zu wenige Erfahrungswerte, und das Setzen von mehreren Kanülen in einem und dem selben Stamm bedeutet evtl. auch einen bedenklich schweren Eingriff (bis 50 cm tiefe Löcher) in Bezug auf das Gedeihen einer Palme. Sanapalm empfiehlt daher in der Aktivphase des älteren Larvenbefalls (Bildung von Fraßgängen im Stamm) die Behandlung durch das Wurzelwerk mit entsprechend entwickelten Tropfbehältern vorzu­nehmen.

 

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