Behandlung und Be­kämpfung

Die fachmännische Bekämpfung der beiden Arten ist durch die jeweils versteckten Lebensweisen sehr schwierig, daher ist der Schwerpunkt auf eine frühzeitige Erkennung bzw. Untersuchung zu legen. Ein Befall ist von außen bereits an den älteren abgeschnittenen Blättern und Strünken sichtbar, gekennzeichnet von fingerdicken Löchern an den Schnitt- und Außenflächen. Wenn die frischen jungen Palmentriebe noch senkrecht wachsen, und noch keine älteren Blätter herunterhängen, ist eine präventive Behandlung dennoch dringend anzuraten.

Falls diese Triebe bereits gelblich braun oder gar stark geneigt bzw. umgefallen sind, wird das totale Abschälen der Palmblätter am Stamm und die punktuelle Behandlung der Gänge mit Insektiziden notwendig. Andernfalls bleibt bedauerlicherweise nur die Vernichtung der Palme durch Fällen übrig. Unerlässlich ist hierbei eine fachmännische Entsorgung der Überreste als Sondermüll oder deren unverzügliche Verbrennung (nur im Freien bzw. auf einer Fin­ca möglich), um eine weitere Verbreitung der Schäd­linge zu verhindern. Die Kosten für eine solche behördlich ange­ordnete Maßnahme steigen dann bei einer großen Palme leicht auf ca. 1.000 Euro an. Ganz zu schweigen von den Folgekosten (ab ca. 2.000 Euro) für die Anschaffung einer neuen großen Palme (Palme, Transport, Einsetzen, Anwuchskontrolle).

 

Gemeinsames Handeln

Eine mittelfristige Lösung des Problems wird nur dann erfolgreich sein, wenn alle Betroffenen einer befal­lenen Region bereit sind eine Behandlung ihrer Palmen durchzuführen zu lassen. Bleiben Palmen unbehandelt werden diese automatisch zu neuen Brutstätten nicht abgetöteter Insekten, die im Handumdrehen sanierte Palmen wieder infizieren. Somit beginnt der Kreislauf von neuem und die durchgeführten Präventivmaßnahmen waren vergeblich.

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